Familienleben,  Gedankenkarussell

Mamawut: Wenn Einkaufen in Corona-Zeiten zum Kurzurlaub wird.

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Wie der Titel schon verrät war ich heute einkaufen. Und ja, es war wie Urlaub!

Ich kam zu Hause an und mir fiel sogleich auf, wie ausgeglichen ich doch wieder war.

Seit Tagen versuche ich diese Mamawut zu unterdrücken. Doch immer und immer wieder übermannt sie mich. Wenn das Schimpfmonster dann wieder aus dem tiefsten Inneren meiner selbst ausgebrochen ist, überholt mich erneut das schlechte Gewissen und mein Mamaherz blutet.

So geht es seit Tagen, wenn nicht schon seit Wochen.

Ständig versuche ich alles aus der gemeinsamen Zeit heraus zu holen, die Corona uns schenkt und doch gehe ich auf dem Zahnfleisch.

Zurzeit habe ich das Gefühl keiner meiner Töchter gerecht zu werden. Ob es daran liegt eine frisch gebackene Zweifachmama zu sein oder an Corona, sei mal dahingestellt.

Meine Große vermisst die sozialen Kontakte. Sie ist es gewohnt jeden Tag unterwegs zu sein und sich mit ihren Freunden zu treffen. Man merkt es ihr an, dass ihr all das fehlt. Spazieren, basteln, im Garten toben, durch den Wald wandern, kochen, backen oder einfach nur puzzeln, scheint nach all der Zeit, nicht mehr auszureichen.

Und dann gibt es da ja auch noch die Babyschwester, ein so genanntes Musterbaby. Die im Moment echt zu kurz kommt. Immer öfter wird ihr Gejammer überhört, um größeren Unsinn der Schwester zu verhindern oder kleine Hausarbeiten zu erledigen. 

Dann wird es Abend, die Kinder gehen zu Bett. Ich genieße die Minuten mit ihnen bevor sie einschlafen, sauge die Ruhe und die Liebe auf bevor es an die restliche Hausarbeit geht.

Anschließend gehe ich zu Bett, lasse den Tag Revue passieren und nehme mir vor am nächsten Tag, diese Mamawut zu zügeln, mich zu zügeln.

Kurzum, schlafe ich dann, mit schlechtem Gewissen und guten Vorsätzen ein.

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