Familienleben,  Gedankenkarussell

Von Mamaliebe ❤️

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Seit gestern ist meine Große am Fiebern, also keine Zeit, um ein neues Rezept zu testen oder gar etwas zu basteln. Deshalb bekommt ihr heute nur ein paar Auszüge aus meinem Gedankenkarussell.

Der Alltag steht still, wenn bei uns einer der Kinder krank ist. Wir verbringen den Tag im Bett oder auf der Couch und wohnen so zusagen aufeinander. Der Haushalt bleibt liegen und die stressigen Termine, die zurzeit ja sowieso wegfallen wegen der Corona-Krise, werden verschoben. Der Fernseher ist eingeschaltet und es wird ausgiebig gekuschelt. Nur dieses Mal ist etwas anders. Jetzt gibt es auch noch die kleine Schwester die Aufmerksamkeit braucht und Mama für sich beansprucht. Man sieht der Großen an wie es an ihr nagt. Seit einer Weile schon, hat sie Mama nicht mehr alleine für sich. Auch an mir nagt es. Ständig entscheiden zu müssen wer von beiden, Mama denn nun mehr braucht. Oft frage ich mich, ob es jeder Mama so geht. Bestimmt, denke ich mir dann. Denn keine Mama hat vier Paar Hände. Auch wenn wir sie ganz oft benötigen würden.

Doch darüber spricht wohl niemand.

Als wir verkündet haben, dass wir wieder schwanger sind, redeten alle nur darüber wie schön zwei Kinder doch sind.

Doppeltes Glück.

Niemand hat auch nur ein Sterbenswörtchen darüber verloren, das man als Zweifachmama innerlich zerreißt.

In der Tat habe selbst ich in der Schwangerschaft verdrängt, dass es für meine Tochter und auch für mich schwer wird, mit der neuen Situation klar zu kommen. Ich selbst, habe immer nur an das Schöne gedacht. Wie beide gemeinsam in der Badewanne planschen und sich gegenseitig ärgern. Und an all die Liebe.

Von doppelter Liebe

Stunden nach dem Kind 1 zur Welt kam, lag ich auf meinem Zimmer im Krankenhaus, sah mir mein Baby an und weinte bitterlich. Mir ging nur eine Frage durch den Kopf. Wie kann ich später diese überwältigende Liebe, die ich für mein Baby empfinde, mit einem weiteren Kind teilen? Für mich war es zu dem Zeitpunkt unvorstellbar. Eine sehr weise Hebamme sagte mir dann, dass diese Liebe sich nicht teilen wird, sondern verdoppeln!

Recht hatte die Dame! Auch wenn es manchmal noch so schwer ist, liebe ich beide Abgöttisch. Man Versucht als Mama zweier Kinder einfach doppelt so viel zu geben und bekommt dafür auch doppelt so viel Liebe zurück.

Darüber hinaus ist aller Anfang schwer. Ich habe drei Monate gebraucht bis ich in die Rolle der Zweifachmama gefunden habe. Nicht nur Tagesablauftechnisch sondern auch Gefühlstechnisch. Es hat mich einfach überwältigt.

Und jetzt, hat sich das Ganze eingespielt als wäre es nie anders gewesen. Zeit und Geduld sind wohl die Lösung vieler Problemer.


Großen Respekt habe ich vor all den Mehrfachmamas da draußen. Jede einzelne von euch leistet jeden Tag aufs Neue unvorstellbares!

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